Reinhard Brandl ist unterwegs mitten durch Bayern und trifft auf außergewöhnliche Menschen mit interessanten Geschichten. Jeden Dienstag neu - Hört rein!
Frauen gehören in den Bundestag. Frauenfeindlichkeit nicht! Julia Klöckner findet klare Worte für die entgleiste Aussage eines AfD-Abgeordneten. Und das ist wichtig!
Denn wie sollen wir mehr Frauen für die Politik begeistern, wenn sie dort mit Respektlosigkeit und Sexismus konfrontiert werden?
Wer mehr Frauen in der Politik will, muss auch ein Umfeld schaffen, in dem sie gehört, respektiert und ernst genommen werden!
Frauenfeindlichkeit darf niemals zur Normalität werden. Nicht im Bundestag. Nirgendwo.
Eigentlich gibt es ein klares Thema für die Debatte im Bundestag. Doch ein AfD-Abgeordneter spricht in seiner Rede lieber über etwas ganz anderes.
Mein Kollege Herr Körner greift das anschließend kurz in seiner Rede auf. Und was passiert bei der Zwischenfrage aus den Reihen der AfD? Statt zur eigentlichen Debatte zurückzukehren, wird wieder genau das Thema aufgemacht, das die AfD zuvor selbst gesetzt hat.
Das Muster kennen wir: Egal, worüber im Bundestag diskutiert wird, am Ende soll es möglichst wieder um Migration, Ukraine-Hilfe, Gendersprache, Corona oder eines der anderen Dauerbrennerthemen der AfD gehen.
Hauptsache, die eigene Erzählung bekommt eine Bühne.
Am 6. Oktober hat sich der neu gewählte Landtag von Sachsen-Anhalt konstituiert. Dabei wurde Tobias Rausch (AfD) zum Landtagspräsidenten und Hans-Thomas Tillschneider (AfD) zum Vizepräsidenten gewählt.
Tillschneider gilt als Vertreter des extrem rechten Parteiflügels. Seine Äußerungen und politischen Aktivitäten werden auch in den Berichten des Landesverfassungsschutzes dokumentiert. Die AfD Sachsen-Anhalt wird bereits seit 2023 als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Auch entscheidend ist Tillschneiders auffällige Nähe zu Russland. Dabei geht es um weit mehr als die Tasse mit dem Emblem der russischen Armee in seinem Wahlkreisbüro. Er reiste mehrfach nach Russland, auch nach Kriegsbeginn, sprach sich für ein deutsch-russisches Bündnis aus und nahm 2025 an einer Veranstaltung zum Geburtstag Wladimir Putins in der russischen Botschaft teil.
Für mich sind diese Entwicklungen äußerst besorgniserregend.
Für die CDU beginnt eine neue politische Rolle in der Opposition in Sachsen-Anhalt.
Für mich sind unsere Grenzen klar: Keine Zusammenarbeit mit Extremisten, keine Abstriche bei Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde.
Unsere Haltung ist nicht verhandelbar.
Am gestrigen 7. Oktober erinnerte der Deutsche Bundestag an den dritten Jahrestag des terroristischen Überfalls der Hamas auf Israel. Unter dem Titel „Drei Jahre nach dem terroristischen Überfall der Hamas auf Israel – Antisemitismus entschlossen bekämpfen, jüdisches Leben in Deutschland schützen“ stand neben dem Gedenken an die Opfer insbesondere die entschlossene Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland im Mittelpunkt der Debatte.
Dabei stellt sich auch die Frage nach der Glaubwürdigkeit der AfD im Kampf gegen Antisemitismus. Denn wer sich nicht konsequent von rechtsextremen Kräften und Ideologien abgrenzt, kann kaum glaubwürdig für den Schutz jüdischen Lebens eintreten. Zwar ist nicht jeder Antisemit rechtsextrem, denn Antisemitismus findet sich in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Milieus. Doch Rechtsextremismus und Antisemitismus sind historisch und ideologisch eng miteinander verwoben. Antisemitische Verschwörungserzählungen über eine angebliche jüdische Macht oder Einflussnahme gehören häufig zum Kern rechtsextremer Weltbilder und verbinden sich dort mit rassistischen und nationalistischen Vorstellungen. Wer Antisemitismus glaubwürdig bekämpfen will, muss deshalb auch gegenüber dem Rechtsextremismus eine unmissverständliche Haltung zeigen.
Christian Würtz ist der 83. Bischof von Eichstätt. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes hat er offiziell sein Amt angetreten. Damit ist der Bischofsstuhl nach mehr als einem Jahr Sedisvakanz im Bistum wieder besetzt.
In seiner Predigt im vollbesetzen Dom rief Bischof Würtz dazu auf, gemeinsam „Früchte des Gottesreiches“ hervorzubringen – vor allem Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit.
Rund 180 Bischöfe, Priester und Diakone aus dem In- und Ausland feierten den Gottesdienst mit. Zahlreiche weitere Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft fanden an diesem Vormittag ebenfalls den Weg nach Eichstätt.
Im Anschluss an den Gottesdienst zog der neue Oberhirte, begleitet von der Eichstätter Stadtkapelle zum Leonrodplatz. Dort lud das Bistum zum „Fest der Begegnung“ ein, bei dem die Menschen dem neuen Bischof bei Musik, Essen und Mitmachangeboten ganz persönlich begegnen konnten.